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KOMMENTAR
Offenheit birgt Chance
für Betroffene
Von Pete Smith
Sebastian Deisler, eine der größten Hoffnungen im deutschen Profifußball, ist an einer Depression erkrankt. Das gewaltige mediale Echo auf sein öffentliches Bekenntnis rückt eine Erkrankung ins Licht, über die aus Scham oder Unkenntnis allzu häufig geschwiegen wird. Und das, obwohl bis zu 15 Prozent der Bundesbürger im Laufe ihres Lebens zumindest einmal eine Depression erleiden.
Daß der 23jährige so offen mit seiner Erkrankung umgeht, ist in doppelter Hinsicht zu begrüßen: Zum einen verschafft ihm das selbst Erleichterung - scheint die Therapie nach Aussagen seiner Ärzte doch bereits anzuschlagen.
Zum anderen könnte sein
Beispiel aber auch jene zur Nachahmung anregen, die ihre Befindlichkeit
aus Angst, in unserer Leistungsgesellschaft als schwach zu gelten, lieber
verschweigen. Eine Chance, die sich auch Hausärzte zunutze machen
können.