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Antidepressivum Mirtazapin reduziert auch Schmerzen
Anwendungsbeobachtung in Praxen mit 2600 Patienten

NEU-ISENBURG (eb). Das Antidepressivum Mirtazapin hat sich in einer aktuellen Anwendungsbeobachtung als gut wirksam gegen chronische Schmerzen und Depressionen erwiesen.
An der Beobachtung unter der Leitung von Professor Joachim Demling aus Erlangen hätten etwa 2600 Patienten und 680 niedergelassene Ärzte teilgenommen, so die Unternehmen Organon und Thiemann.

89 Prozent der Patienten hattenüberwiegend depressive Symptome, 77 Prozent überwiegend Schmerzen. Sechs Wochen lang schrieben Ärzte und Patienten auf, wie sich die Symptomatik mit täglich 15 bis 45 Milligramm Mirtazapin (Remergil®) entwickelte.
85 Prozent der Patienten und 88 Prozent der Ärzte beurteilten die antidepressive Wirkung und mehr als 90 Prozent der Patienten und Ärzte die Verträglichkeit als "sehr gut" oder "gut". In einer Subgruppenanalyse von 2025 Patienten mit chronischen Schmerzen wurden die Schmerzen bei 65 Prozent der Patienten verringert, und zwar "sehr stark " oder "stark". Das Antidepressivum stimuliert selektiv sowohl noradrenerge als auch serotonerge Transmittersysteme.
 

 

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